Ina Klisch mit der Handballauswahl aus Südbaden beim Länderpokal in Barleben/ Magdeburg

 

Für Ina Klisch aus Baiersbronn begann der Weg vor zwei Jahren, als sie als einzigstes Handballmädel des Jahrgangs 1998 aus dem Bezirk Schwarzwald beim Fördergruppenturnier in Elgersweier durch den Verband gesichtet wurde. Ina, derzeit Schülerin der 10. Klasse am Richard-von-Weizsäcker-Gymnasium in Baiersbronn, spielt aktuell bei der SG Freudenstadt-Baiersbronn in der weiblichen B-Jugend. Der Länderpokal in Barleben bei Magdeburg  ist der Höhepunkt der fast 4-jährigen Kaderausbildung beim SHV. Bei diesem Länderpokal geht es um die inoffizielle Deutsche Meisterschaft der 22 Handball-Landesverbände. In der Mittellandhalle in Barleben trafen dabei die Landesverbände der Handballmädels des Jahrgangs 98 aus Berlin, Westfalen, Württemberg, dem Gastgeber Sachsen-Anhalt und Südbaden aufeinander. Gespielt wurden jeweils 2 Spiele über die volle Spieldauer von 2 x 25 Minuten, jeweils am Samstag und am Sonntag. Für Ina Klisch war dieses Turnier ein echtes, sportliches „High-Light“ in ihrer noch jungen Handballkarriere. Nach zuletzt zahlreichen Kaderlehrgängen an der Sportschule in Steinbach, den wöchentlichen Trainingseinheiten in Offenburg und den verschiedenen Vorbereitungsturnieren, wie zuletzt das internationale Handballturnier am Wochenende vor Weihnachten in Luxemburg sowie am 6. Januar das Dreikönigsturnier in Steinbach reisten die Handballmädels des SHV am vergangenen Freitag (24. Januar) nach Magdeburg. Für den diesjährigen Länderpokal, so war man sich sicher, war die Handballauswahl aus Südbaden mit ihrem Trainer Arnold Manz optimal vorbereitet. Der handballerische Höhepunkt des Jahres 2014 am Wochenende konnte beginnen.

Alle Spiele in Barleben fanden unter der Beobachtung der beiden DHB-Sichter Nico Kiener und Zuzana Porvaznikova statt. So war dieses Turnier gleichzeitig erneut eine Plattform, um junge Spielerinnen  für die Jugendnationalmannschaft des Deutschen Handballbundes anzubieten.

Für die Handballmädels des SHV war das Auftaktspiel gegen die Auswahl aus Württemberg gleich ein harter Brocken. Spielerisch war man die bessere Mannschaft, doch im Torabschluss die unglücklichere. So ging das Eröffnungsspiel am Samstag unglücklich mit 17: 14 verloren. Am Spätnachmittag hieß der Gegner Sachsen-Anhalt. Gegen die körperlich sehr groß gewachsenen und kräftigen HVSA-Mädels entwickelte sich ein packendes und tempogeladenes Spiel, welches die SHV-Mädels am Ende, dank ihrer Schnelligkeit und einer starken Abwehrleistung mit 25: 22 für sich entscheiden konnten.

Am darauffolgenden Sonntag war jedoch der Wurm drin. Beide Spiele, sowohl gegen den HV Berlin und den HV Westfalen gingen verloren. Das Ziel, Einzug ins Bundesfinale, wurde leider verpasst. Nachdem sich aber die erste Enttäuschung gelegt hatte, waren sich alle SHV-Mädels einig. Ein solches Erlebnis wie der Länderpokal in Magdeburg, so etwas kommt so schnell nicht wieder. Die Stimmung in der Halle, die Art und Weise wie man im Team auf der „Platte“ Handball spielte, die vielen Zuschauer, die Musik in der Halle, die mitgereisten Fans - es war für alle einfach ein einmaliges Erlebnis.

Ina Klisch im Spiel gegen Sachsen-Anhalt